Am 25. Februar fand in Riga der erste Tag der Batterieindustrie statt, organisiert vom Institut für Festkörperphysik der Universität Lettlands. Wissenschaftler, Unternehmer und Branchenexperten diskutierten über die Entwicklung von Batterietechnologien, Herausforderungen der Energiespeicherung und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Forschung und Industrie.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Innovationen in Lithium- und Natrium-Ionen-Batterien, die Verbesserung der Energieeffizienz sowie die praktische Anwendung der Technologien in verschiedenen Branchen, einschließlich Mobilität und Verteidigung. Batterien spielen heute eine entscheidende Rolle nicht nur bei der Energiespeicherung und Mobilität, sondern auch im Verteidigungsbereich. Es wurde festgestellt, dass die direkte Batteriefertigung in Lettland im Vergleich zu großen globalen Marktakteuren derzeit nicht realistisch ist. Es besteht jedoch ein großes Potenzial insbesondere im Bereich Innovation und Technologieentwicklung.
Vertreter von Latvijas Energoceltnieks, Dmitrijs Anisko und Aleksandrs Trokšs-Traško, nahmen aktiv an Diskussionen über die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen teil und teilten ihre Perspektiven zu Energiespeicherlösungen und der Zukunft der Batterietechnologie im lettischen Kontext. Dmitrijs bemerkte, dass die Fertigungsindustrie in Lettland wahrscheinlich nicht konkurrieren kann, insbesondere nicht mit China, und dass der Fokus auf der Technologieentwicklung liegen sollte, was unter anderem auch die bessere Nutzung von Batterien unterstützen würde.
„Der größte Beitrag, den mehrere Unternehmer hervorheben, ist ihr intellektueller Wert – die Batteriemanagementsysteme. Auf lettischer Ebene sorgt das ‚Hochspannungsnetz‘ dafür, dass der Strom im ganzen Land fließt. ‚Latvenergo‘ erzeugt ihn, ‚Sadales tīkls‘ verteilt ihn an die Haushalte. Damit der Betrieb der Batterieparks unser bestehendes System, das funktioniert und dessen Produktionskapazitäten für die Haushalte ausreichen, nicht stört, ist eine entsprechende Kontrolle erforderlich. Diese Kontrolle erfordert geeignete Software. Derzeit werden Parks aufgebaut, aber Lösungen werden importiert. Wir exportieren Know-how, das lokale Spezialisten entwickeln könnten. Entscheidend sind Initiative und Ambition, damit ein Unternehmer dies zu einem Produkt entwickeln kann,“ erklärte Dmitrijs.